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Fertigung – Was ist die Fertigung?

Andrea von Andrea
5. Juli 2024
in Wirtschaftswissen
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Fertigung
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Die Fertigung bildet den Kernbereich der Wertgenerierung innerhalb von Unternehmen, besonders im industriellen Sektor. Der Begriff beschreibt nicht nur die Herstellung von materiellen Gütern, sondern auch die Energieerzeugung. Als ein essenzieller Prozess in der Leistungserstellung umfasst die Fertigung sowohl die physische Herstellung von absatzreifen Gütern als auch die Eigenerzeugnisse eines Unternehmens. Produkte, die durch diesen Prozess entstehen, werden häufig als Sachgüter bezeichnet.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Fertigung ist ein zentraler Wirtschaftsbegriff und umfasst die Herstellung von Sachgütern und Energie.
  • Sie bildet den Kernbereich der Wertschöpfung in Unternehmen.
  • Fertigung bedeutet nicht nur physische Produktion, sondern auch die Erstellung von Eigenerzeugnissen.
  • Der industrielle Sektor profitiert stark von Fertigungsprozessen.
  • Produktionsprozesse sind essenziell für die betriebliche Leistungserstellung.
  • Umfasst essentielle Methoden zur physischen Herstellung und Wertschöpfung.

Definition und Abgrenzung der Fertigung

Die Fertigung bezieht sich eindeutig auf den industriellen Herstellungsprozess materieller Güter. Es ist wichtig zu verstehen, dass der Begriff erklärt, dass die industrielle Leistungserstellung strikte Herstellungsprozesse umfasst. Materielle Güter, wie physische Produkte, dominieren diesen Prozess.

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Im Kontrast dazu umfasst die betriebliche Leistungserstellung auch immaterielle Güter. Dies können Dienstleistungen und Rechte sein, die erzeugt oder genutzt werden. Daher ist es fachlich nicht korrekt, beide Begriffe synonym zu verwenden, obwohl dies häufig geschieht.

Unterschied zwischen Fertigung und Produktion

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Fertigung und Produktion besteht darin, dass die Fertigung hauptsächlich auf die industrielle Leistungserstellung materieller Güter fokussiert ist, während die Produktion über immaterielle Güter hinausgeht. In der industriellen Fertigung kommen sowohl additive als auch subtraktive Verfahren zum Einsatz. Additive Verfahren, wie der 3D-Druck, fügen schichtweise Material hinzu. Im Gegensatz dazu entfernen subtraktive Verfahren, wie Fräsen und Bohren, Material von einem Werkstück.

Siehe auch  GS-Zeichen - Was ist das GS-Zeichen?
Aspekt Fertigung Produktion
Definition Industriebezogen, materiell Umfasst auch immaterielle Tätigkeiten
Beispiele Fräsen, Bohren, 3D-Druck Dienstleistungen, Rechte
Schwerpunkte Materielle Güter Materielle und immaterielle Güter

Verschiedene Fertigungsverfahren

Die Fertigungstechnik lässt sich hinsichtlich der angewandten Methoden sowie der wirtschaftlichen Betrachtung differenzieren. Während technische Verfahren vor allem die physische Art und Weise, wie Produkte hergestellt werden, betrachten, steht bei den betriebswirtschaftlichen Verfahren der Umfang der Produktion im Mittelpunkt.

Technische Fertigungsverfahren

Technische Fertigungsverfahren unterteilen sich hauptsächlich in additive und subtraktive Verfahren. Bei den additiven Verfahren, wie dem 3D-Druck, wird Material schichtenweise hinzugefügt, um ein Produkt zu formen. Dagegen wird bei subtraktiven Verfahren, wie dem Fräsen, Bohren, Drehen und Schneiden, überschüssiges Material entfernt, um die gewünschte Form zu erhalten.

Unterstützt werden diese Verfahren durch den Einsatz von CAD-Daten, welche die genauen Spezifikationen für die Fertigung liefern und so die Herstellung präziser und effizienter gestalten.

Betriebswirtschaftliche Fertigungsverfahren

Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive unterscheidet man die Fertigungsverfahren nach der Auflagegröße. Hierbei lassen sich vier Hauptkategorien identifizieren:

  • Einzelfertigung: Diese Methode wird verwendet, um individuelle, maßgeschneiderte Produkte herzustellen. Sie ist typischerweise teurer und zeitaufwändiger, ermöglicht jedoch eine hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
  • Serienfertigung: Eignet sich für die Produktion vordefinierter Erzeugnisarten in bestimmten Mengen. Diese Methode ermöglicht eine gewisse Standardisierung, während sie dennoch eine moderate Flexibilität beibehält.
  • Sortenfertigung: Hierbei werden Produkte mit gemeinsamen Kerneigenschaften hergestellt, die sich jedoch in einigen Sekundäreigenschaften unterscheiden. Diese Methode ist ideal für Unternehmen, die eine breite Produktpalette anbieten.
  • Massenfertigung: Diese Methode wird für die Herstellung von Produkten in großen Mengen über längere Zeiträume eingesetzt. Sie ist kosteneffizient und ermöglicht eine hohe Produktionsrate, jedoch auf Kosten der Flexibilität.
Siehe auch  Ruinöse Konkurrenz – Was ist die ruinöse Konkurrenz?
Fertigungsverfahren Beispiele Vorteile Nachteile
Additive Verfahren 3D-Druck Flexibilität, geringe Materialverschwendung Längere Produktionszeiten
Subtraktive Verfahren Fräsen, Bohren, Schneiden, Drehen Hohe Präzision, schnelle Produktion Hoher Materialverbrauch
Einzelfertigung Maßgeschneiderte Produkte Hohe Anpassungsfähigkeit Hoher Kosten- und Zeitaufwand
Serienfertigung Vordefinierte Erzeugnisse Standardisierung, moderate Flexibilität Mittlerer Kosten- und Zeitaufwand
Sortenfertigung Produkte mit gemeinsamen Kern- und Sekundäreigenschaften Breite Produktpalette Komplexität in Verwaltung und Produktion
Massenfertigung Artikel mit hohen Produktionsvolumen Kosteneffizienz, hohe Produktionsrate Geringe Flexibilität

Fazit

Die Fertigung spielt eine zentrale Rolle im modernen Industriebetrieb und ist ein entscheidender Faktor für die Wertschöpfung in unserer Wirtschaft. Vom handwerklichen Beginn bis hin zur hoch automatisierten Industrie 4.0 hat sich die Fertigung stetig weiterentwickelt und profitiert heute von modernen Technologien wie dem Internet der Dinge (IoT), Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI).

Im Produktionsprozess kommt es nicht nur auf die physischen Methoden der Herstellung an, sondern auch auf die Integration von Management- und Softwarelösungen. ERP-Systeme und spezialisierte Fertigungssoftware bieten dabei umfassende Möglichkeiten zur Qualitätssicherung und zur Optimierung von Kapazitäten und Kosten. Diese Werkzeuge ermöglichen es, den gesamten Prozess der Leistungserstellung effizient und flexibel zu gestalten.

Die kontinuierliche Entwicklung neuer Technologien und Verfahren stellt sicher, dass die Fertigung zukunftssicher bleibt und weiterhin einen wesentlichen Beitrag zur Wirtschaft leistet. Innovationen in der Produktionstechnologie tragen zur Effizienzsteigerung und zu nachhaltigen Produktionsmethoden bei, was letztendlich sowohl den Unternehmen als auch der Umwelt zugutekommt.

Tags: wikiwirtschaftsbegriffewirtschaftswissen
Andrea

Andrea

Andrea kombiniert akademisches Wirtschaftswissen mit praxisnaher Erfahrung im Finanzsektor, was sie zu einer herausragenden Autorin auf Wirtschaftsvision.de macht. Ihre berufliche Laufbahn umfasst Stationen in Unternehmensberatung und Risikomanagement, was ihr tiefgreifende Einblicke in wirtschaftliche Prozesse ermöglicht. Sie hat ein besonderes Interesse an nachhaltiger Wirtschaft und ist aktiv in Wirtschaftsforen tätig. Diese Erfahrungen fließen in ihre Artikel ein, die komplexe Wirtschaftsthemen verständlich und zugänglich machen. Andreas Schreibstil ist klar und zukunftsorientiert, wodurch sie Lesern hilft, die wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen zu verstehen.

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